Was ist Verhaltenstherapie?

Die moderne Verhaltenstherapie ist eine Form von Psychotherapie, mittels derer KlientInnen mit verschiedensten psychischen und psychosomatischen Problemen behandelt werden.

Kennzeichnend für die Verhaltenstherapie ist die enorme Vielschichtigkeit, die Wissenschaftlichkeit und die durch viele Untersuchungen belegte Wirksamkeit.

Als Globalziel der Verhaltenstherapie lässt sich neben der Reduzierung des Leidensdrucks, die Verbesserung und Stabilisierung der Autonomie festmachen. Die Verhaltenstherapie versteht sich als eine Art "Hilfe zur Selbsthilfe". KlientInnen sollen langfristig zum eigenen Experten werden: Für ein vorhandenes Problem zu wissen woher es kommt, welche Faktoren es aufrechterhalten und wie damit umgegangen werden kann bzw. was man dagegen tun kann. Verhaltenstherapie ist transparent - das heißt, PatientInnen werden über das Vorgehen aufgeklärt, im Zentrum bleibt das gemeinsam erarbeitete Therapieziel.

Die Dauer der für jeden Klienten maßgeschneiderten Therapie variiert je nach Problemstellung von einigen Sitzungen bis zu mehreren Jahren. Dauer und Umfang werden gemeinsam festgelegt.

 

Wann kann Verhaltenstherapie helfen?

Die Indikationsbereiche liegen in der Behandlung von Depressionen, Burn-Out (Erschöpfungsdepression), Angsterkrankungen, Zwangserkrankungen, Essstörungen, Persönlichkeitsstörungen, Psychosen (zusätzlich zu anderen Maßnahmen), Suchterkrankungen (Alkohol-, Drogen-, Medikamenten-, Spiel-, Kaufsucht), hirnorganischen Störungen und in der Behandlung körperlicher Erkrankungen (chronische Schmerzen, Diabetes, Asthma, Neurodermitis, Hypertonie, Tinnitus etc.).

Psychotherapie kann auch bei Krisen, Unsicherheiten und Gedanken, die akut oder seit Jahren belasten hilfreich sein, weiters bei zwischenmenschlichen Konflikten oder Problemen in Partnerschaft, Familie oder Beruf. Weiters stellt sie eine große Stütze in der Trauerverarbeitung bei Verlusterlebnissen dar.

 

 

Wie kann Verhaltenstherapie helfen?

Neben den Basisfertigkeiten Gesprächsführung, Motivationsarbeit und Beziehungsarbeit hat der Verhaltensherapeut auch die Möglichkeit, aus einer sorgfältig evaluierten Palette an allgemeinen und störungsspezifischen Therapieverfahren auszuwählen. Störungsübergreifende verhaltenstherapeutische Maßnahmen können flexibel in den jeweiligen Behandlungsplan integriert werden. Es sind dies z. B.: Kognitive Methoden (Veränderung dysfunktionaler Kognitionen, Entkatastrophisieren, Problemlösetraining,...); Konfrontationsverfahren (Exposition in vivo oder in sensu, Reaktionsverhinderung, Habituationstraining,...), Euthyme Therapie - Genusstraining, Entspannungsverfahren, Imagination (Arbeit mit Vorstellungsbildern), Kommunikationstraining und Training sozialer Kompetenz.

 

Setting

Einzel und Paare.

Gruppenangebot mit Schwerpunkt „Soziales Kompetenztraining und Kommunikationstechniken“ – 2x/Jahr: Umfang insgesamt 15 Std.

 

 

Links:

Krankenhaus Göttlicher Heiland
www.khgh.at

Österreichische Gesellschaft für Verhaltenstherapie

www.oegvt.at

Berufsverband österreichischer Psychologen
www.boep.at