Was ist Verhaltenstherapie?

Die Verhaltenstherapie geht davon aus, dass psychische Beschwerden das Ergebnis von bewussten und nicht-bewussten Lernprozessen sind. Zu Beginn der Behandlung wird gemeinsam mit dem Patienten erarbeitet, welche Bedingungen seiner Lebensgeschichte und seiner aktuellen Lebenssituation zur Entstehung und Aufrechterhaltung der psychischen Symptomatik beigetragen haben und weiter wirksam sind. Auf dieser Grundlage werden gemeinsam die Therapieziele und der Behandlungsplan festgelegt.

In der Verhaltenstherapie wird der Patient zur aktiven Veränderung seines Handelns, Denkens und Fühlens motiviert und angeleitet. Dabei werden die bereits vorhandenen Stärken und Fähigkeiten herausgearbeitet und für den Veränderungsprozess nutzbar gemacht (Patienteninformation PTV 10).

 

Behandlungsschwerpunkte nach Internationaler Klassifikation psychischer Störungen

(ICD-10)

 

Affektive Störungen wie Depressionen, bipolare Störungen u.a.

 

Angststörungen wie Agoraphobie, soziale Phobie, spezifische Phobien, Panikstörung, generalisierte Angststörung, Angst und depressive Störung, gemischt u.a.

 

Zwangsstörungen wie Zwangsgedanken oder Grübelzwang; Zwangshandlungen u.a.

 

Reaktionen auf schwere Belastungen und Anpassungsstörung wie akute Belastungsreaktion, Anpassungsstörung u.a.

 

Posttraumatische Belastungsstörungen (PTBS) nach sexuellem Missbrauch u.a.

 

Somatoforme Störungen wie Somatisierungsstörung, hypochondrische Störung, anhaltende somatoforme Schmerzstörung u.a.

 

Erschöpfungssyndrom

 

Persönlichkeits- und Verhaltensstörungen wie spezifische Persönlichkeitsstörungen (paranoid, schizoid, dissozial, emotional-instabil, histrionisch, zwanghaft, ängstlich vermeidend, abhängig, narzisstisch, passiv-aggressiv); andauernde Persönlichkeitsveränderung nach Extrembelastung; nach psychischer Krankheit u.a.